„Die Lieder von Istanbul_ozani (Florian Piller) verbinden deutschsprachige Poesie mit der Erzähltradition der anatolischen Ozan-Barden und schaffen eine atmosphärische Weltmusik zwischen Istanbul, Anatolien, Geschichte und Erinnerung.“
Musikstil-Richtung / Genre
Istanbul-Anatolian Poetic World Music In der türkischen Ozan- Âşık-Tradition (singender Dichter und Geschichtenerzähler).
"İstanbul_ozani'nin (Florian Piller) ÅŸarkıları, Almanca ÅŸiiri Anadolu ozanlarının anlatı geleneÄŸiyle birleÅŸtirerek İstanbul, Anadolu, tarih ve hatıralar arasında atmosferik bir dünya müziÄŸi evreni oluÅŸturur."
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Müzik tarzı / türü
İstanbul-Anadolu Åžiirsel Dünya MüziÄŸi
(Türk ozan-âşık geleneÄŸi içinde; söyleyen ÅŸair ve hikâye anlatıcısı geleneÄŸine dayanan bir müzik anlayışı.)​
„Gül gibi güldü“ ist keine feste oder gebräuchliche Redewendung im Türkischen. Man findet sie nicht als bekanntes Sprichwort oder idiomatische Wendung wie etwa:
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gül gibi geçinmek („harmonisch zusammenleben“)
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gül gibi yaÅŸamak („wie im Paradies leben“)
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gül gibi kız („ein Mädchen schön wie eine Rose“)
Die Formulierung „Gül gibi güldü“ ist eine poetische Neuschöpfung bzw. eine ungewöhnliche Kombination, die grammatisch korrekt ist, aber gerade deshalb auffällt. Das Besondere daran ist, dass sie mit den beiden verschiedenen Wörtern gül (Rose) und gül- (lachen, lächeln) spielt:
Gül gibi güldü.
Wörtlich: „Sie lächelte wie eine Rose.“
Für türkische Muttersprachler kann das sehr poetisch und klangvoll wirken, weil die Wiederholung von gül sofort Assoziationen an beide Bedeutungen weckt. Gerade weil es keine feste Redewendung ist, hat die Formulierung einen eigenen, originellen Charakter.
Die Formulierung „Gül gibi güldü“ ist tatsächlich eine kreative poetische Wortschöpfung und nicht einfach ein gängiger türkischer Ausdruck, den ich irgendwo übernommen hätte.
1. Gül = „Rose“ - gül (Rose) stammt aus dem Persischen:
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Persisch: gol / gul (Ú¯Ù„) = Blume, Rose
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Von dort gelangte das Wort ins Osmanische und später ins moderne Türkisch.
Ursprünglich bedeutete das persische Wort sogar allgemein „Blume“, bevor im Türkischen die Bedeutung stärker auf die Rose eingegrenzt wurde.
Daher stammen zahlreiche türkische Namen:
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Abdullah Gül
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Gülten („Rosenhaut“)
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Gülnur („Licht der Rose“)
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Aygül („Mondrose“)
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Gülbahar („Frühlingsrose“)
2. gül- = „lachen, lächeln“ - Das Verb gülmek („lachen“, auch „lächeln“) hat eine ganz andere Herkunft. Es geht auf das Proto-Türkische *kül- zurück, das bereits „lachen“ bedeutete. In vielen Turksprachen existiert dieselbe Wurzel noch heute: Kasachisch külu, Kirgisisch külüü, Uigurisch külmek, Aserbaidschanisch gülmÉ™k usw.
Die Lautentwicklung verlief ungefähr so:
Proto-Türkisch: kül- →
Alttürkisch: kül- →
Osmanisch/Türkisch: gül-
Das türkische gülmek bedeutet übrigens sowohl lachen als auch lächeln, was in vielen anderen Sprachen durch zwei verschiedene Verben ausgedrückt wird.
Die Formulierung „Gül gibi güldü“ ist tatsächlich etwas Besonderes. „Gül gibi güldü“ wirkt wie eine sehr gelungene poetische Wortschöpfung, gerade weil sie mehrere Ebenen zugleich enthält:
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Klangspiel (Paronomasie): gül – güldü
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Doppelte Bedeutung: Rose und Lächeln/Lachen.
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Bildlichkeit: Das Lächeln wird nicht nur beschrieben, sondern als etwas Blühendes und Schönes dargestellt.
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Offenheit: Man kann es verstehen als:
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„Sie lächelte wie eine Rose.“
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„Sie erblühte lächelnd wie eine Rose.“
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Oder sogar: „Sie lächelte rosengleich.“
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Im Türkischen gibt es viele poetische Verbindungen mit gül, aber gerade „Gül gibi güldü“ klingt nicht wie eine traditionelle Redewendung, sondern wie eine bewusst geschaffene literarische Zeile.

Durch den Ausdruck „Gül gibi güldü“, der vom Poeten Istanbul_ozani geschaffen wurde, ist eine neue Redewendung gelungen, die zwei etymologisch völlig verschiedene Wörter (gül = Rose aus dem Persischen und gül- = lachen aus dem Alttürkischen) in der Poesie zu einem einzigen Bild verschmelzen.


















